„Nach all der Hitze hatten wir gestern, Donnerstag, 4. Juni, morgens gefühlte 2 Grad! Na ja, nicht ganz. Aber es war SEHR frisch als ich mit Michael (Mike) Zeimens die Gemeinden Nattenheim und Bickendorf eroberte. Sonnig, aber kühl. Erst gegen Abend wurde es wärmer.
Mike ist im Gemeinderat Nattenheim, und stellt sich wieder zur Wahl. Besonders freut es mich, dass er auch auf der SPD-Liste für den Ver- bandsgemeinderat Bitburg-Land kandidiert. Ein guter Mann für Ihre Stimme!
Auch Klaus Dichter war dabei, er ist Mitglied im Gemeinderat und tritt ebenfalls am Sonntag wieder an. Er ist außerdem Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, Vorsitzender des Sport- vereins Nattenheim, und mir als Fußballer bestens bekannt.
Genau wie Herbert und Matthias Dingels, Norbert Mohr und andere Sportfreunde aus Nattenheim. Die Tochter von Norbert Mohr, Daniela Mohr, ist eine Kollegin von mir. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als sie als junge Polizeistudentin in Bitburg ihre ersten „Gehversuche” machte.
Am Vormittag habe ich viele Nattenheimer Bürgerinnen und Bürger kennen gelernt. Kein Wunder, denn ich hatte zwei gute Begleiter, die sich sehr im Dorf engagieren und allseits anerkannt sind. So trafen wir Herrn Arnold Winter an seiner Pferdekoppel. Sein Haflinger ist schon 26 Jahre alt. Und sein Oldenburger Kaltblut hat er für einen guten Preis in Pantenburg gekauft. Das Pferd geht “gut an der Kutsche” und soll bei der 1250-Jahrfeier im August die Nattenheimer Gäste durch den Ort kutschieren.
Im Ortskern besuchten wir den jungen Schreinermeister Niko Simon und seine Freundin. Sie ist Innenarchitektin. Beide betreiben einen Schreinereibetrieb und sind mit der Auftragslage zufrieden. An dem wunderschön renovierten Hof der Familie Dietmar und Maria Thiel trafen wir Gerd Wagner aus Idenheim. Gerd ist Polier bei der Firma Pint Bau, die den Hof am Anwesen Thiel neu herstellt. Ein weiterer Bekannter, Jürgen Domas aus Oberweis, der bei der Telekom arbeitet, war damit beschäftigt, eine Telefonleitung zu verlegen. Der Familie Thiel alle Anerkennung für die gelungene Gestaltung ihres alten Bauernhauses.
Zum Mittagessen war ich bei der Familie Zeimens eingeladen. Petra Zeimens hatte einen vorzüglichen Schweinebraten zubereitet, und zum Nachtisch servierte sie Erdbeeren aus dem eigenen Garten mit Eis.
Ortsbürgermeister Peter Billen hatte vormittags einen Termin wegen des Ausbaus der Kreisstraße zwischen Nattenheim und Rittersdorf, aber nachmittags nahm er sich Zeit für uns. Er ist seit 20 Jahren Ortsbürgermeister und kandidiert wieder. In Nattenheim ist der Ausbau der Ortsstraßen fertiggestellt. Wie in allen anderen Gemeinden der VG auch, waren nach dem Straßenausbau die Einwohner hoch motiviert, ihre Häuser und Höfe zu renovieren. Auch Nattenheim kann sich als schönes Eifeldorf sehen lassen. Ein neues Baugebiet mit fast 20 Baustellen steht kurz vor der Rechtskraft. Wegen seiner günstigen Verkehrsanbindung ist Nattenheim als Wohnort sehr gefragt.
Am Abend, als wir aus Bickendorf zurück kamen, bin ich mit Mike Zeimens noch in dem alteingesessenen Dorfgasthaus Heyen von Robert Heyen eingekehrt. Der Vater von Robert, Klaus Heyen, war lange Jahre Jagdpächter in Meckel und ist auch heute noch den Meckelern sehr verbunden.
Mit Werner Billen, dem “Seniorchef” des Fleischmarktes Billen ergab sich auch Gelegenheit zu einem Gespräch. Und ich lernte den Inhaber der Firma Auto Transporte und Baustoffe Tresohlavy kennen. Herr Arnold Tresohlavy ist 82 Jahre alt. Oder, wie er es in seinem egerländisch angehauchten Eifeler Dialekt sagte: “alt baal 83″. Dann erzählte er, dass der weltbekannte Ernst Mosch ein Berufsschulkollege von ihm war. Verblüfft hat mich, dass Herr Tresohlavy noch heute, zusammen mit seiner Tochter Gerlinde Rings, den eigenen Betrieb führt. Hin und wieder springt er beim LKW Fahren ein und “sitzt noch selbst auf dem Bock”.
In Bickendorf unterhielten wir uns zuerst mit Josef Biewer. Josef ist seit 35 Jahren Ortsbürgermeister hier. Damit dürfte er einer der Dienstältesten in der VG sein, und dafür hat er meinen größten Respekt. Er ist ein gebildeter, erfahrener und toleranter Mensch. Von ihm kann man was lernen! Eine achte Periode strebt er nicht mehr an. Josef Biewer kann stolz darauf sein, wie sich “sein Bickendorf” entwickelt hat. Er hinterlässt ein in allen Beziehungen intaktes Dorf. Davon konnte ich mich bei meinem Rundgang und in den Gesprächen mit den Bickendorfern überzeugen.
In der Urwahl kandidiert Arnold Berg als nächster Bickendorfer Ortsbürgermeister. Wer es noch nicht wissen sollte: Auch Arnold ist ein “Meckeler Jung”! Mit ihm habe ich mich schon oft über Bickendorf unterhalten, und ich bin sicher, dass er ein guter Bürgermeister wird. Für die Wahl wünsche ich ihm viel Erfolg. Wir trafen uns letzte Woche in Hermesdorf beim Konzert der drei Musikvereine (Rittersdorf, Biersdorf und Wißmannsdorf). Und wir schreiben uns Emails. Heute haben wir es zeitlich nicht geschafft, uns zu treffen.
Im Ort hatten Mike und ich Gelegenheit, einen Blick in die Werkstatt für Glasge- staltung, Ester und Hardy Diedrich, zu werfen. Herr Diedrich ist Kunstglaser und seine Frau Ester Glasmalermeisterin. Eine ideale Kombination: Eheleute und Arbeitskollegen. Es fasziniert mich immer wieder, wenn ich sehen darf, welches Potential in den Handwerksbetrieben unserer Eifelregion vorhanden ist. Die Eheleute Diedrich sind auf die Renovierung, aber auch auf die Herstellung von Kirchenfenstern oder Fenstern aus anderen historischen Gebäuden, spezialisiert. Selbst für eine Kirche im Kosovo haben sie neue Fenster hergestellt (siehe Skizzen).
Zum Abschluss des Besuches in Bickendorf führte uns der Wehrführer Wilfried Kootz durch das Feuerwehrhaus mit Mannschaftsräumen. Im Außenbereich hat die Feuerwehr in Eigenleistung neben dem befestigten Hof eine “Festwiese” hergestellt und für die Kinder ein Spielgerät aufgebaut. Wilfried Kootz war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen und nahm sich trotzdem eine Stunde Zeit, um sich mit uns im Schulungsraum der Feuerwehr zu unterhalten. Das habe ich sehr geschätzt.
Es war fast 21 Uhr, als Mike und ich Bickendorf in Richtung Nattenheim verließen. Nach so vielen guten Eindrücken mussten wir uns einfach noch ein wenig unterhalten. Also kehrten wir im Gasthaus Heyen ein.
Ich bedanke mich bei den Bürgerinnen und Bürgern von Nattenheim und Bickendorf für diesen ausgesprochen schönen und interessanten Tag. Ein guter Ansporn für den Endspurt. Merci Mike (Michael) Zeimens, für die Begleitung heute und die tolle Unterstützung von Anfang an. Danke an Klaus Dichter, an die Herren Ortsbürgermeister Billen und Biewer und an Wilfried Kootz. Last, but not least: Hallo Petra: Das Essen war lecker!”
1 Kommentar
Berg Arnold
07|Jun|2009 1Lieber Josef!
Vielen Dank für die lobenswerten und lieben Worte auf deiner Seite.
Viel Glück bei der Wahl und
Gruß
Arnold
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