„Am 2. Juni besuchte ich recht früh Röhl, es war bereits sehr warm. Nachmittags in Hüttingen brannte die Sonne dann heiß vom Himmel.
Klaus Proost, der Ortsbürgermeister von Röhl, hatte mir schon vor einigen Wochen den Ort gezeigt und über Aktuelles berichtet. Er ist seit 1999 Orts- bürgermeister und kandidiert am Sonntag wieder in der Urwahl für dieses Amt. Im Gemeinderat ist er seit 35 Jahren.
Die Infrastruktur des Ortes ist generell gut. Allerdings hat man große Probleme durch die schlechte Internet Versorgung mit DSL, was sogar schon die Vermie- tungen der Wohnungen und Häuser erschwert. Da auch das Telefonnetz kaum mehr freie Kapazitäten hat, hofft man, dass die Telekom bald etwas unternimmt. Entsprechende Gespräche und Verhandlungen laufen. Außerdem ist der geplante Anbau an das bestehende Gemeindehaus ein Projekt, das bald umgesetzt werden soll. Es steht ziemlich weit oben auf der VG Prioritätenliste für Zuschüsse.
In Röhl wird der Gemeinsinn großgeschrieben: Klaus Proost ist mit seinen “Leuten aus den Vereinen des Ortes” (Musikverein, Pfarrchor Sülm-Röhl, Sportverein, Frauengemeinschaft, Jugendgruppe, Freiwillige Feuerwehr) immer irgendetwas im Dorf am Verschönern oder Renovieren.
Meinen Rundgang machte ich allein und traf den Revierförster, Herrn Burkhard Pickan, der mich an das von mir ersteigerte Holz im Gemeindewald Idenheim erinnerte. Anschließend unterhielt ich mich mit den Inhabern der Provinzial-Geschäftsstelle. Herr Tietze stammt aus Fließem, und war zusammen mit meinem Bruder in Daun bei der Bundeswehr. Bei dem Vater von Herrn Zimmer habe ich 1985 die Feuerversicherung für unser neues Haus in Idenheim abgeschlossen, sie besteht heute noch.
Reinhold Ittenbach, ein Röhler Junge, den die Liebe nach Idenheim verschlagen hat, war bei seiner Mutter und pflegte ihren Garten. Mit Reinhold bin ich jetzt seit 15 Jahren im Gemeinderat, wir haben immer gut zusammen gearbeitet. Gegenüber traf ich Herrn Johann Gansen, der gerade damit beschäftigt war, aus einem Eifeler-Kalkstein-Findling ein Kunstwerk zu schaffen, welches er vor seinem Haus aufstellen will.
Ich war auch über die vielen schönen alten Häuser in den Seitenstraßen über- rascht, manche gehören jungen Leuten. Aber auch Röhl hat die Probleme leer stehender Häuser und der Abwanderung der Jugend.

Es ergaben sich noch viele Gespräche beim Rundgang, denn ich bin den Röhlern ja nicht ganz unbekannt: Auf dem schönen Sportplatz in Röhl wurde die ein oder andere “Fußballschlacht” geschlagen. Und auch die “dritte Halbzeit” war, nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten, immer sehr gesellig.
In Hüttingen begleitete mich Landtagsabge- ordnete Monika Fink. Wir beide kamen wieder ganz ordentlich ins Schwitzen, denn es gab einige Steigungen zu bewältigen. Aber zuerst sprachen wir bei einer Tasse Kaffee mit Herrn Leo Maus. Er ist seit 1979 im Gemeinderat, seit 1984 Ortsbürgermeister und stellt sich für eine weitere Periode der Urwahl. Leo Maus ist durch und durch Kommunalpolitiker und läuft immer “auf Hochtouren”, wenn es um seinen Ort geht.
Es hat sich viel in Hüttingen getan in seiner Amtszeit. Herr Maus ist guter Dinge, dass spätestens im nächsten Jahr der Teilausbau der K 33 (Mettericher Straße) und der Restausbau der K 43 (Hauptstraße) erfolgen. Der Kanal ist bereits vor- handen, so dass nach den beiden erwähnten Baumaßnahmen der Ort Hüttingen eine absolut intakte Infrastruktur hat.
Gedanken macht sich die Ortsgemeinde über bereits leer stehende und bald noch leer werdende Häuser im Ortskern. Wir waren uns mit Monika Fink einig, dass hier vom Land, aber auch von den Gemeinden, finanzielle Anreize für junge Familien geschaffen werden müssen, für den Kauf und die Renovierung dieser Häuser. Dieses generelle Problem wurde dann auch abends mit Innenminister Bruch bei einem Rundgang durch Wolsfeld besprochen. Minister Bruch wies darauf hin, dass es hierfür Förderungen des Landes gibt und man sich Gedanken mache, wie man diese weiter ausgestalten könne.
Ein wichtiges Thema in Hüttingen ist die zukünftige Nutzung des Flugplatzes Bitburg. Ortsbürgermeister Maus äußerte sich ähnlich dazu, wie Otto Kranz aus Scharfbillig: Man habe 40 Jahre lang unter dem militärischen Flugbetrieb in Bitburg gelitten. Nun wolle man, dass sich der Ort so entwickeln könne, wie die anderen in der VG. Im Fall einer industriellen fliegerischen Nutzung werde man den Verein “Wehrt Euch” bei einer eventuellen Klage unterstützen. Es gibt in Hüttingen auch Befürworter des Industrieflughafens, allerdings, so mein Eindruck bei den Kontakten im Ort, überwiegen die Gegner.
Danke an die Ortsbürgermeister Klaus Proost und Leo Maus. Und an Monika Fink, für ihre Begleitung in Hüttingen. Vor allem herzlichen Dank an die Bürgerinnen und Bürger von Röhl und Hüttingen. Es waren schöne Stunden in Ihren Dörfern, und es hat Freude gemacht mit Ihnen zu sprechen. Die Anregungen und der Ansporn werden mir helfen bei meiner weiteren Arbeit für die VG.”
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