„23.Mai 2009. Petrus meint es wirklich gut mit den Wahlkämpfern. Am Samstag gaben wir uns in Wolsfeld bei hochsommerlichen 25 Grad sozusagen die Klinke in die Hand. Vormittags trafen wir Herrn Backes mit Begleitern und nachmittags dann Frau Marie-Luise Niewodniczanska.
Die Wolsfelder nahmen diesen Ansturm gelassen hin und empfingen uns alle in ihrer gewohnt freundlichen und aufmerksamen Art.
Wir vom Team Junk (ich hatte den Joker gezogen und durfte mit dem Ortsbürger- meister Heinz Junk, meinem Bruder, das Dorf erkunden) hatten bereits am späten Freitagnachmittag den Wolsfelderberg (Lieweberg) besucht, wo wir die Gelegenheit hatten, Frau Getrud Lunkes, Mitglied im Gemeinderat, zum Geburtstag zu gratu- lieren. Wir trafen auch den neuen Jagdpächter von Wolsfeld, Herrn Herrmann Bell an, der gerade seinen Vorgänger, Herrn Franz Straten, zu Gast hatte.
Es war schön, auch Josef und Anneliese Ernst wieder zu sehen, die hier die Baumschule Ernst betreiben. Als junger Polizist habe ich Frau Ernst in Bitburg kennen gelernt. Sie war Krankenschwester im Krankenhaus und wir Polizisten nutzten oft die Gelegenheit, in unseren gemeinsamen Nachtdiensten bei ihr einen Kaffee zu trinken.
Mein Bruder Heinz kennt natürlich alle Wolsfelder, und ich bin im Ort auch nicht unbekannt, denn wir haben früher hier zusammen Fußball gespielt. Die Meckeler hatten schon immer sehr gute Kontakte nach Wolsfeld, vor allem durch den Sportverein und den Musikverein. Am frühen Nachmittag hatte Heinz, der ja in Sachen Ortsrundgänge nicht so abgehärtet ist wie ich, einen rot leuchtenden Sonnenbrand. Das brachte ihm abends beim Bürgergespräch einige Sticheleien ein und die Frage, ob es mir nun doch gelungen sei, ihn in die SPD aufzunehmen.
Es ergaben sich sehr viele gute Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern, und wir hatten auch die Möglichkeit, mit einigen Gewerbetreibenden in Kontakt zu treten. Wir trafen die Brenner Bernhard Zender und Alois Hoffmann an. Der dritte Brenner in Wolsfeld, Heinz Junk war mein Begleiter. Weitere Stationen machten wir in der Gärtnerei Hoffmann, dem “Hotel zur Post” und dem “Gasthaus Schneider”.
Zum Abschluss haben wir dann auch noch Michaela Treptau besucht und ihr zum Geburtstag gratuliert. Michaela lebt mit ihrer Familie „Im Wissel” und zusammen mit ihrem Mann Thomas hilft sie mir sehr viel, vor allem jetzt in der heißen Phase vor der Wahl.
Wolsfeld kann sich im Reigen der vorbildlich entwickelten Eifeldörfer wirklich sehen lassen.
Mit der Ortsumgehung ist es irgendwie fremd, durch Wolsfelds Hauptverkehrs- straße, die Europastraße, zu gehen. Die lärmende Blechlawine, die sich noch vor kurzem dort tagein tagaus ihren Weg nach Luxemburg oder Bitburg bahnte, ist verschwunden. Die ortsansässigen Betriebe sind jetzt in einer schwierigen Übergangszeit, da das Durchgangsgeschäft fast komplett weggebrochen ist. Aber sicher ergeben sich aus der neuen, besseren Infrastruktur hier Alternativen für einen lukrativen Ausgleich. Auf jeden Fall sind die Lebensqualität und die Sicherheit im Ort jetzt sehr viel besser. Leider ist die Umgehung in der letzten Zeit wegen der schlechten Anbindung an das Dorf stark in die Kritik geraten. Hier müssen alle politischen Kräfte gebündelt werden, um die bestehenden Gefahren- punkte zügig zu beseitigen.
Als nächstes steht die Umgestaltung des Ortes an, ein Planungsentwurf wurde schon vorgestellt und als anerkannte Schwerpunktgemeinde hofft Wolsfeld auf Landesmittel. Das ehemalige Sägewerk wird komplett abgerissen und auf diesem Gelände entsteht dann ein Wohngebiet. Die Erschließung erfolgt durch einen Privatinvestor in zwei Bauabschnitten mit insgesamt etwa 40 Bauparzellen. So soll langfristig der Baustellenbedarf für Wolsfeld sichergestellt werden.
All diese Themen kamen im Bürgergespräch, das im Anschluss an den Rundgang durch Wolsfeld in ungezwungener Atmosphäre im Gasthaus Schneider stattfand, wieder zur Sprache. Es gibt viel zu tun in Wolsfeld, und ich habe keinen Zweifel daran, dass die Wolsfelder das alles mit viel Energie und Eigeninitiative anpacken und umsetzen werden.
Herzlichen Dank an alle für den interessanten, aufschlussreichen und schönen Tag in Wolsfeld. Danke für die vielen Erfolgswünsche zur anstehenden Wahl. Und bei meinem Bruder Heinz bedanke ich mich für die ausdauernde Begleitung und die guten Informationen.”
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