„Optimales Wetter für einen Wahlkämpfer on Tour: leicht windig, heiter bis wolkig! Am Freitag, 22. Mai, besuchte ich Oberstedem und Niederstedem.
In Oberstedem war ich allein unterwegs. Herrn Ortsbürgermeister Alois Klecker hatte ich vorher nicht telefonisch erreicht, als ich dann zu seinem Haus kam, verstand ich warum: er war draußen im Hof damit beschäftigt, für seine Enkelkinder Stelzen zu zimmern. Gerne gesellte ich mich dazu, und wir führten dabei ein kurzes Gespräch über Gott und die Welt. In Oberstedem waren fast alle Landwirte beim Silomachen oder mit Feldarbeiten beschäftigt. Ich traf die Ehefrauen und die ältere Generation an.
Auch Matthias Arens war nicht zu Hause, er war auf Verkaufsfahrt. Sein Sohn Michael hatte gerade eine Gruppe zur Schnapsprobe zu Gast im Hofladen Arens Gbr, und seine Frau Angela war mit Vorbereitungen für den Empfang der nächsten Gruppen beschäftigt. Sie ließ es sich aber nicht nehmen, mir den Hofladen zu präsentieren und alle Aktivitäten der Arens Gbr. vorzustellen. Hier arbeiten zwei Generationen vorbildlich zusammen. Im Ort gibt es noch drei weitere Brennereien und zwar die der Familien Begon, Klecker und Wirtz.
In Oberstedem ist die Infrastruktur in Ordnung. Bemerkenswert ist, dass die Feuerwehren Oberstedem und Niederstedem sehr gut zusammen arbeiten. Am Feuerwehrhaus in Oberstedem steht daher auch nur “Feuerwehr Stedem”.
Das Gemeinderatsmitglied und kommunalpolitische Urgestein Jakob Bohr begleitete mich in Niederstedem.
Bei Herrn Ortsbürgermeister Willi Niederprüm, der wieder für dieses Amt kandidiert, hatte ich mich angekündigt und traf ihn bei meinem Rundgang an. In Niederstedem ergaben sich viele Kontakte und gute Gespräche zu den Bürgerinnen und Bürgern. Meine Großmutter väterlicherseits stammt aus Niederstedem, sie war eine geborene Kohl. Als Kinder sind wir Geschwister Junk oft mit der Oma oder unserer Mutter zu Fuß über Hof Badenborn und Eßlingen nach Stedem gegangen.
Niederstedem hat in kommunalpolitischer Hinsicht zwei Gruppen, deren unter- schiedliche Haltungen mir bekannt sind. Ich nutzte auch die Gelegenheit, mit dem zweiten Kandidaten für das Ortsbürgermeisteramt, Gemeinderatsmitglied Herbert Kiemen, zu sprechen.
Auf dem Rundgang stellte ich fest, dass der Ort in den letzten Jahren eine gute Entwicklung genommen hat. Die Straßen sind in sehr gutem Zustand, ein schöner Kinderspielplatz wurde in Eigenleistung erstellt, viele der schönen alten Häuser sind vorbildlich renoviert und man ist bemüht, für den Eigenbedarf weitere Baugrundstücke zu erschließen. Bezüglich der Baugrundstücke vertreten die beiden kommunalpolitischen Gruppen allerdings sehr unterschiedliche Auffassungen.
Zusammen mit Jakob Bohr besuchte ich auch Richard Kranz (Gaststätte und Getränkemarkt Richard Kranz) und später ebenso Herbert Kiemen im Biergarten der Gaststätte Um Borekomp.
Im Betrieb von Ortsbürgermeister Willi Niederprüm erläuterte dieser mir die positive Dorfentwicklung, wie ich sie vorher beim Rundgang mit Jakob Bohr selbst registriert hatte. Ein Hauptaugenmerk legte Willi Niederprüm darauf, dass es keine “Leerstände” gibt. Um die Jugend im Dorf zu behalten, müsse man in verträg- lichem Maße Baugrundstücke erschließen.
Hier knüpfte sein Sohn Martin – Wehrführer der Feuerwehr Nieder-/Oberstedem – an, der sich um die Zukunft der Feuerwehren sorgt. Aufgrund der veränderten Altersstruktur der Dorfbevölkerung sei es schwierig, Nachwuchskräfte aufzubauen. Er führt dies auch darauf zurück, dass jungen Familien im Dorf keine Bauplätze zur Verfügung gestellt werden können, und diese dann gezwungen sind, in Nachbarorte abzuwandern. Martin Niederprüm sprach mich auf sehr spezifische Feuerwehrprobleme an, die ich so nicht kannte. Ich sagte ihm zu, mich allen Themen in Bezug auf unsere Feuerwehren intensiv anzunehmen, sobald ich die Chance bekomme, hier als Verbandsbürgermeister aktiv zu werden.
Zum Abschluss meines Rundganges traf ich auf Ramona Zimmer und Marie Gerlach, die mit ihren Ponys im Ort unterwegs waren, und am Borekomp Rast machten.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Bürgerinnen und Bürgern aus Oberstedem und Niederstedem für die vielen anerkennenden Worte, es hat mich gefreut, dass viele mir sagten, ich hätte hier quasi ein Heimspiel. Herzlichen Dank auch an Jakob Bohr, für seine Begleitung und die vielen Informationen. Den Niederstedemern wünsche ich, dass sie bald in der Problematik Baustellen und Beiträge eine für alle Seiten akzeptable Lösung finden.”
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