Archiv für die Kategorie ‘Ortsbesuche’

18. Tag aus dem Tagebuch eines Wahlkämpfers

Bedeckt und windig war es, als ich am Dienstag, 26. Mai, die Gemeinden Mülbach, Olsdorf, Enzen und Halsdorf besuchte.

Mülbach_8 In Mülbach hatte ich Herrn Ortsbürgermeister Rudolf Schüller leider vorher nicht telefonisch erreicht und als ich an der Mühle ankam, hatte ich ihn gerade verpasst. Nach Auskunft seines Nachbarn war er kurz vorher mit dem Bäckerauto auf Verkaufstour gefahren. Ich ging allein durch das Dorf und hatte viele schöne Eindrücke, traf auch einige Bürger und konnte hier und da Kontakte knüpfen. Zum Beispiel führte ich ein gutes Gespräch mit dem netten Friseurmeister Werner Serafim, der hier seinen Friseursalon betreibt.

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Mülbach ist ein beschauliches, schönes Dorf, mit gut ausgebauten Straßen, einer eigenen Feuerwehr, idyllisch gelegen am Mühlbach und nah an schönen Wander- wegen.

Olsdorf: Auch hier war ich allein unterwegs. Zurzeit sind umfangreiche Straßen- bauarbeiten im Gange und die Bürgerinnen und Bürger sind froh, “wenn das alles vorüber ist”. Sie sind guter Dinge, dass sich danach dann auch Olsdorf in Sachen Dorferneuerung so weiter entwickeln kann, wie die anderen Orte in der VG auch.

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Als ich meinen alten Mercedes, Baujahr 1992, auf einer Wiese im Ort abstellte, wurde ich wohl schon beobachtet. Denn später, als ich das Haus gegenüber meines “Parkplatzes” besuchte, empfing mich eine nette ältere Dame. Nach einigen Worten sprach sie mich auf mein Auto an. Sie wollte Details wissen, wie PS-Zahl, Zylinder, Getriebeart. Ich war überrascht, erfuhr dann aber, dass die Dame den gleichen Typ besitzt. Sie sperrte die Garage auf und zeigte mir stolz das gute alte Stück vom Baujahr 1989.

Es ergab sich auch die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Herrn Ortsbürger- meister Rainer Hoffmann. Auch er ist froh, wenn der Straßenbau fertiggestellt ist. Dieses Projekt war Voraussetzung für eine gute Weiterentwicklung. Danach wird die Gemeinde intensiv in die Dorferneuerung “einsteigen”.

Durch das schmucke Enzen machte ich meinen Rundgang ebenfalls allein. Die Infrastruktur ist gut und Herr Ortsbürgermeister Manfred Elsen berichtete mir mit Stolz, dass vieles im Ort (wie die Anlage eines Gehweges entlang der L 4 und eines Pflasterwegs zur Kirche, das Herstellen einer Fahrbahndecke an einer Ortsstraße, und vieles mehr) nur durch freiwillige Eigenleistungen der Bürgerinnen und Bürger ermöglicht wurde. Anders hätte man das nicht finanzieren können.

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In Halsdorf begleite mich Herr Ortsbürgermeister Werner Viktor. Mit dabei war Frau Ursula Quickert vom TV, die die Bürgermeisterkandidaten an einem Tag auf ihrer Wahlkampftour begleitet.

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Am 26. Mai fand auch die Einweihung der neuen Gruppenkläranlage für Olsdorf, Halsdorf und Enzen statt. Anschließend traf man sich noch im Gemeindehaus in Halsdorf, daher herrschte dort reger Betrieb.

Auch in Halsdorf sind derzeit fast alle Ortsstraßen “aufgerissen” und der Ort ist eine einzige Baustelle. Die Bürgerinnen und Bürger nehmen die vorübergehenden Behinderungen gerne in Kauf und sind froh, dass alle erforderlichen Arbeiten zusammen in Angriff genommen werden. Nach dem Ausbau der Ortsstraßen soll auch die durch Halsdorf führende K 4 ausgebaut werden, und das ist wirklich nötig, wie auf dem Bild zu sehen ist.

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Schöne alte Häuser gibt es in Halsdorf auch. Davon konnte ich mich bereits überzeugen, als wir vor ca. 14 Jahren in Idenheim mit dem Ausbau der Ortsstraßen und der Dorferneuerung begannen. Unser Planer, der Architekt Helmut Fink aus Bettingen, zeigte uns damals die schön renovierten Höfe in Halsdorf, denn er war auch dort für die Planung zuständig.

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Vielen Dank an die Bürgerinnen und Bürger aus Enzen, Halsdorf, Mülbach und Olsdorf. Es war interessant und aufschlussreich, ein paar Stunden in Ihren Dörfern zu verbringen und mit Ihnen zu sprechen. Danke auch an die Ortsbürgermeister Reiner Hoffmann, Manfred Elsen und Werner Viktor (bei Rudi Schüller werde ich mich in den nächsten Tagen nochmal melden). Danke auch an Frau Quickert vom TV.”

17. Tag aus dem Tagebuch eines Wahlkämpfers

Wißmannsdorf_10 „Montag, 25. Mai, Wißmannsdorf. Es begleitete mich Monika Fink, Mitglied des Landtages und Kandidatin für den Kreistag. Bei 30 Grad kamen wir ganz schön ins Schwitzen! Erst am späten Nachmittag verschaffte uns ein kurzer Platzregen etwas Abkühlung.

Wißmannsdorf hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Davon konnte ich mir auch schon ein Bild machen, als ich Hermesdorf und den Koosbüsch besuchte. Neben Landwirtschaft, Brennereien, Einzelhandel und Handwerksbetrieben hat sich der Ort (auch durch den Golfplatz) in touristischer Hinsicht ausgesprochen gut entfaltet, was dem Hotel und den Gastbetrieben sehr zugute kommt. Das Dorfleben wird bereichert durch ein ausgesprochen aktives Vereinsleben, hier wird für Jung und Alt eine große Vielfalt geboten.

Wißmannsdorf_4 Auf dem Weg von der Kirche in Richtung Koos- büsch kamen wir auch an “Lisbeths Laden”vorbei. Schade, dass gerade Mittagspause war. Wir trafen aber Lisbeths Schwiegersohn aus dem Landkreis Rastatt an, der mit Frau und Kindern in der Eifel
zu Besuch war. Die Ladeninhaberin ist 70 Jahre alt und der Fortbestand des Ladens ist leider ungewiss.

In der Straße im Wäldchen begegnete uns Malermeister Willi Ziewers. Wir kennen uns – denn Willi stand früher im Tor, als er noch in Alsdorf kickte. Im Betrieb unterhielten wir uns dann auch noch mit seiner Frau Irmgard. Auf dem Rückweg trafen wir Josef Gasper aus Oberweis, der Monika schmunzelnd erklärte, dass er kontrolliere, ob ich meine angekündigten Ortsbesuche auch tatsächlich durchführe. Wir hatten uns nämlich auch schon bei meinem Besuch in Eßlingen getroffen.

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Während des Rundganges ergaben sich viele gute Gespräche  mit den Wißmannsdorfern. Besonders gefiel mir die 80 jährige Frau Jutz aus der Talstraße, die sehr aktiv ist. So kocht sie beispielsweise Marmelade, verkauft diese und spendet den Erlös dann für einen guten Zweck. Sie ist weiterhin engagiert in der Frauengemeinschaft, fährt noch Auto und kümmert sich um kranke Nachbarn, wenn diese ihre Hilfe benötigen. Und zur Entspannung löst sie dann noch jeden Abend 2 Sudoku-Rätsel.

Im Betrieb Winkel Metallbau und Schlosserei in der Lindenstraße trafen wir den Handwerksmeister Franz-Josef Faust an. Er betreibt seit kurzem in Wißmannsdorf einen Dachdeckerservice und nannte mir gleich eine Referenz in Idenheim. Dort hat er in den letzten Wochen das Naturschieferdach der Familie Lehnen in der Raiffeisenstraße eingedeckt.

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In der Lindenstraße befinden sich viele, schön renovierte, alte Bauernhäuser. Diese fallen mir immer besonders ins Auge, weil wir in Idenheim auch noch ein altes Bauernhaus besitzen, das Elternhaus meiner Frau.

Herr Ortsbürgermeister Rudolf Winter war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen und gleich wieder auf dem Weg zum Friedhof. Dieser wird in Eigen- leistung erweitert, und da muss der Ortsbürgermeister bei der Arbeit voran gehen. Herr Winter nahm sich trotzdem die Zeit für ein kurzes Gespräch mit mir. Er ist mit der Infrastruktur des Ortes zufrieden. Es sind noch ausreichend Baustellen vorhanden, wovon ich mich bei meinem Rundgang in den beiden Neubaugebieten überzeugen konnte. Sorgenkind ist noch die Ortsdurchfahrt Koosbüsch und man hofft, dass nun zeitnah mit dem Ausbau der L9 begonnen wird.

Wißmannsdorf_7 Ich bedanke mich bei den Bürgerinnen und Bürgern von Wißmannsdorf für die guten Gespräche und An- regungen. Und auch für die Glückwünsche zur bevor- stehenden Wahl. Danke auch an Monika Fink für ihre Begleitung, und an Herrn Ortsbürgermeister Winter für seine Zeit und die nützlichen Informationen.”

16. Tag aus dem Tagebuch eines Wahlkämpfers

„23.Mai 2009. Petrus meint es wirklich gut mit den Wahlkämpfern. Am Samstag gaben wir uns in Wolsfeld bei hochsommerlichen 25 Grad sozusagen die Klinke in die Hand. Vormittags trafen wir Herrn Backes mit Begleitern und nachmittags dann Frau Marie-Luise Niewodniczanska.

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Die Wolsfelder nahmen diesen Ansturm gelassen hin und empfingen uns alle in ihrer gewohnt freundlichen und aufmerksamen Art.

Wir vom Team Junk (ich hatte den Joker gezogen und durfte mit dem Ortsbürger- meister Heinz Junk, meinem Bruder, das Dorf erkunden) hatten bereits am späten Freitagnachmittag den Wolsfelderberg (Lieweberg) besucht, wo wir die Gelegenheit hatten, Frau Getrud Lunkes, Mitglied im Gemeinderat, zum Geburtstag zu gratu- lieren. Wir trafen auch den neuen Jagdpächter von Wolsfeld, Herrn Herrmann Bell an, der gerade seinen Vorgänger, Herrn Franz Straten, zu Gast hatte.

Es war schön, auch Josef und Anneliese Ernst wieder zu sehen, die hier die Baumschule Ernst betreiben. Als junger Polizist habe ich Frau Ernst in Bitburg kennen gelernt. Sie war Krankenschwester im Krankenhaus und wir Polizisten nutzten oft die Gelegenheit, in unseren gemeinsamen Nachtdiensten bei ihr einen Kaffee zu trinken.

Mein Bruder Heinz kennt natürlich alle Wolsfelder, und ich bin im Ort auch nicht unbekannt, denn wir haben früher hier zusammen Fußball gespielt. Die Meckeler hatten schon immer sehr gute Kontakte nach Wolsfeld, vor allem durch den Sportverein und den Musikverein. Am frühen Nachmittag hatte Heinz, der ja in Sachen Ortsrundgänge nicht so abgehärtet ist wie ich, einen rot leuchtenden Sonnenbrand. Das brachte ihm abends beim Bürgergespräch einige Sticheleien ein und die Frage, ob es mir nun doch gelungen sei, ihn in die SPD aufzunehmen.

Es ergaben sich sehr viele gute Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern, und wir hatten auch die Möglichkeit, mit einigen Gewerbetreibenden in Kontakt zu treten. Wir trafen die Brenner Bernhard Zender und Alois Hoffmann an. Der dritte Brenner in Wolsfeld, Heinz Junk war mein Begleiter. Weitere Stationen machten wir in der Gärtnerei Hoffmann, dem “Hotel zur Post” und dem “Gasthaus Schneider”.

Zum Abschluss haben wir dann auch noch Michaela Treptau besucht und ihr zum Geburtstag gratuliert. Michaela lebt mit ihrer Familie „Im Wissel” und zusammen mit ihrem Mann Thomas hilft sie mir sehr viel, vor allem jetzt in der heißen Phase vor der Wahl.

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Wolsfeld kann sich im Reigen der vorbildlich entwickelten Eifeldörfer wirklich sehen lassen.

Mit der Ortsumgehung ist es irgendwie fremd, durch Wolsfelds Hauptverkehrs- straße, die Europastraße, zu gehen. Die lärmende Blechlawine, die sich noch vor kurzem dort tagein tagaus ihren Weg nach Luxemburg oder Bitburg bahnte, ist verschwunden. Die ortsansässigen Betriebe sind jetzt in einer schwierigen Übergangszeit, da das Durchgangsgeschäft fast komplett weggebrochen ist. Aber sicher ergeben sich aus der neuen, besseren Infrastruktur hier Alternativen für einen lukrativen Ausgleich. Auf jeden Fall sind die Lebensqualität und die Sicherheit im Ort jetzt sehr viel besser. Leider ist die Umgehung in der letzten Zeit wegen der schlechten Anbindung an das Dorf stark in die Kritik geraten. Hier müssen alle politischen Kräfte gebündelt werden, um die bestehenden Gefahren- punkte zügig zu beseitigen.

Als nächstes steht die Umgestaltung des Ortes an, ein Planungsentwurf wurde schon vorgestellt und als anerkannte Schwerpunktgemeinde hofft Wolsfeld auf Landesmittel. Das ehemalige Sägewerk wird komplett abgerissen und auf diesem Gelände entsteht dann ein Wohngebiet. Die Erschließung erfolgt durch einen Privatinvestor in zwei Bauabschnitten mit insgesamt etwa 40 Bauparzellen. So soll langfristig der Baustellenbedarf für Wolsfeld sichergestellt werden.

All diese Themen kamen im Bürgergespräch, das im Anschluss an den Rundgang durch Wolsfeld in ungezwungener Atmosphäre im Gasthaus Schneider stattfand, wieder zur Sprache. Es gibt viel zu tun in Wolsfeld, und ich habe keinen Zweifel daran, dass die Wolsfelder das alles mit viel Energie und Eigeninitiative anpacken und umsetzen werden.

Herzlichen Dank an alle für den interessanten, aufschlussreichen und schönen Tag in Wolsfeld.  Danke für die vielen Erfolgswünsche zur anstehenden Wahl. Und bei meinem Bruder Heinz bedanke ich mich für die ausdauernde Begleitung und die guten Informationen.”

15. Tag aus dem Tagebuch eines Wahlkämpfers

„Optimales Wetter für einen Wahlkämpfer on Tour: leicht windig, heiter bis wolkig! Am Freitag, 22. Mai, besuchte ich Oberstedem und Niederstedem.

In Oberstedem war ich allein unterwegs. Herrn Ortsbürgermeister Alois Klecker hatte ich vorher nicht telefonisch erreicht, als ich dann zu seinem Haus kam, verstand ich warum: er war draußen im Hof damit beschäftigt, für seine Enkelkinder Stelzen zu zimmern. Gerne gesellte ich mich dazu, und wir führten dabei ein kurzes Gespräch über Gott und die Welt. In Oberstedem waren fast alle Landwirte beim Silomachen oder mit Feldarbeiten beschäftigt. Ich traf die Ehefrauen und die ältere Generation an.

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Auch Matthias Arens war nicht zu Hause, er war auf Verkaufsfahrt. Sein Sohn Michael hatte gerade eine Gruppe zur Schnapsprobe zu Gast im Hofladen Arens Gbr, und seine Frau Angela war mit Vorbereitungen für den Empfang der nächsten Gruppen beschäftigt. Sie ließ es sich aber nicht nehmen, mir den Hofladen zu präsentieren und alle Aktivitäten der Arens Gbr. vorzustellen. Hier arbeiten zwei Generationen vorbildlich zusammen. Im Ort gibt es noch drei weitere Brennereien und zwar die der Familien Begon, Klecker und Wirtz.

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In Oberstedem ist die Infrastruktur in Ordnung. Bemerkenswert ist, dass die Feuerwehren Oberstedem und Niederstedem sehr gut zusammen arbeiten. Am Feuerwehrhaus in Oberstedem steht daher auch nur “Feuerwehr Stedem”.

Niederstedem_11 Das Gemeinderatsmitglied und kommunalpolitische Urgestein Jakob Bohr begleitete mich in Niederstedem.

Bei Herrn Ortsbürgermeister Willi Niederprüm, der wieder für dieses Amt kandidiert, hatte ich mich angekündigt und traf ihn bei meinem Rundgang an. In Niederstedem ergaben sich viele Kontakte und gute Gespräche zu den Bürgerinnen und Bürgern. Meine Großmutter väterlicherseits stammt aus Niederstedem, sie war eine geborene Kohl. Als Kinder sind wir Geschwister Junk oft mit der Oma oder unserer Mutter zu Fuß über Hof Badenborn und Eßlingen nach Stedem gegangen.

Niederstedem hat in kommunalpolitischer Hinsicht zwei Gruppen, deren unter- schiedliche Haltungen mir bekannt sind. Ich nutzte auch die Gelegenheit, mit dem zweiten Kandidaten für das Ortsbürgermeisteramt, Gemeinderatsmitglied Herbert Kiemen, zu sprechen.

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Auf dem Rundgang stellte ich fest, dass der Ort in den letzten Jahren eine gute Entwicklung genommen hat. Die Straßen sind in sehr gutem Zustand, ein schöner Kinderspielplatz wurde in Eigenleistung erstellt, viele der schönen alten Häuser sind vorbildlich renoviert und man ist bemüht, für den Eigenbedarf weitere Baugrundstücke zu erschließen. Bezüglich der Baugrundstücke vertreten die beiden kommunalpolitischen Gruppen allerdings sehr unterschiedliche Auffassungen.

Zusammen mit Jakob Bohr besuchte ich auch Richard Kranz (Gaststätte und Getränkemarkt Richard Kranz) und später ebenso Herbert Kiemen im Biergarten der Gaststätte Um Borekomp.

Im Betrieb von Ortsbürgermeister Willi Niederprüm erläuterte dieser mir die positive Dorfentwicklung, wie ich sie vorher beim Rundgang mit Jakob Bohr selbst registriert hatte. Ein Hauptaugenmerk legte Willi Niederprüm darauf, dass es keine “Leerstände” gibt. Um die Jugend im Dorf zu behalten, müsse man in verträg- lichem Maße Baugrundstücke erschließen.

Hier knüpfte sein Sohn Martin – Wehrführer der Feuerwehr Nieder-/Oberstedem – an, der sich um die Zukunft der Feuerwehren sorgt. Aufgrund der veränderten Altersstruktur der Dorfbevölkerung sei es schwierig, Nachwuchskräfte aufzubauen. Er führt dies auch darauf zurück, dass jungen Familien im Dorf keine Bauplätze zur Verfügung gestellt werden können, und diese dann gezwungen sind, in Nachbarorte abzuwandern. Martin Niederprüm sprach mich auf sehr spezifische Feuerwehrprobleme an, die ich so nicht kannte. Ich sagte ihm zu, mich allen Themen in Bezug auf unsere Feuerwehren intensiv anzunehmen, sobald ich die Chance bekomme, hier als Verbandsbürgermeister aktiv zu werden.

Zum Abschluss meines Rundganges traf ich auf Ramona Zimmer und Marie Gerlach, die mit ihren Ponys im Ort unterwegs waren, und am Borekomp Rast machten.

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Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Bürgerinnen und Bürgern aus Oberstedem und Niederstedem für die vielen anerkennenden Worte, es hat mich gefreut, dass viele mir sagten, ich hätte hier quasi ein Heimspiel. Herzlichen Dank auch an Jakob Bohr, für seine Begleitung und die vielen Informationen. Den Niederstedemern wünsche ich, dass sie bald in der Problematik Baustellen und Beiträge eine für alle Seiten akzeptable Lösung finden.”

14. Tag aus dem Tagebuch eines Wahlkämpfers

„Ein wunderschöner Frühsommertag in strahlendem Sonnenschein! Birtlingen, Dockendorf und Ingendorf erwarteten mich.

Am Mittwoch, 20. Mai, machte ich mich auf den Weg nach Birtlingen, Dockendorf und Ingendorf.

Birtlingen_7 Der Ortsbürgermeister von Birtlingen, Herr Erwin Elsen, geht wegen einer Knieverletzung zurzeit an Krücken. Aber es war für ihn Ehren- sache, mich trotzdem in der Nachbarschaft zu begleiten. Wir führten ein ausführliches Gespräch über die aktuellen Themen. Die Birtlinger sind grundsätzlich zufrieden. Ein Wermutstropfen ist derzeit, dass die Gemeinde einige Baugrundstücke ausweisen möchte, für den vorgesehenen Standort aber seitens der Kreisverwaltung keine Genehmigung erteilt wird.
Ich traf auch die Mutter des kürzlich ver- storbenen Johannes Justen an. Johannes war ein guter Fußballkollege von mir, als ich noch meine Fußballschuhe für die Spielgemeinschaft des SV Wolsfeld/SV Messerich schnürte. Frau Justen ist allein auf sich gestellt, und sie hat den Eindruck, dass in unserer Gesellschaft die alten Menschen vergessen werden. Sie muss z.B. zum Einkaufen oder zu Arztterminen nach Bitburg, aber eine Busverbindung von Birtlingen in die Stadt gibt es nicht, obwohl der Ort verkehrstechnisch gut liegt und es eigentlich kein Problem sein dürfte, ihn in den Nahverkehr einzubinden.

In Dockendorf war ich mit Gerd Zillien unterwegs. Bei Herrn Ortsbürgermeister Herbert Mohnen hatte ich mich angemeldet. Leider kam ein persönliches Treffen nicht zustande, weil er mit dringenden Feldarbeiten beschäftigt war und ich ja noch einen Anschlusstermin in Ingendorf hatte.

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Gerd führte mich in seinem Heimatort in schöne Winkel und Gässchen, die ich dort nicht vermutet habe und die wohl hauptsächlich die „Insider” kennen. Es kamen viele gute Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern zustande. Dockendorf ist ein ausgesprochen schönes Eifeldorf, mit altem Häuserbestand, der liebevoll renoviert wurde, und die im Dorfkern neu errichteten Gebäude sind dem bestehenden Baustil optimal angepasst. Das Ergebnis ist ein äußerst harmonisches und abge- rundetes Gesamtbild.

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Es gibt landwirtschaftliche Betriebe, eine Brennerei, ein Bauunternehmen und das Kunstatelier Jacobi. Man spürt den Dockendorfern an, dass sie mit Begeisterung dabei sind, wenn es gilt, ihr Dorf zu pflegen, zu verschönern und mit Leben zu füllen. Es gibt viele Aktivitäten innerhalb der DJK Dockendorf-Ingendorf und auch ein Reitverein ist vor Ort.

Das Gespräch mit dem Ortsbürgermeister von Ingendorf, Herrn Günther Bartz, konnte ich während des RundgangesIngendorf_2 führen, denn er selbst begleitete mich durch den Ort. Früher war ich oft in Ingendorf, als meine Schwester Erna noch dort lebte. Heute, bei dem herrlichen Wetter, traf ich fast bei allen Häusern Gesprächspartner an, und das schöne Neubaugebiet kannte ich noch nicht. In Ingendorf ist man ebenfalls mit der Infrastruktur zu- frieden und besitzt in zentraler Lage ein Dorfgemeinschafts- und ein Feuerwehrgerätehaus. Günther Bartz unterhält intensiven Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, die ihn in meiner Anwesenheit für sein Engagement im Ort sehr lobten. Beim Rundgang trafen wir eine Gruppe Jugendlicher, die Günther Bartz danach fragten, wann die Seilbahn am Spielplatz fertig sei. Günther stand ihnen Rede und Antwort, ich glaube, sie waren mit seinen Auskünften sehr zufrieden.

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Besonders hat mich gefreut, dass ich Frau Emma Strehlen, die Witwe des im Januar 2008 verstorbenen Altbürgermeisters Karl Strehlen, angetroffen habe. Auch bei ihrem Bruder, Hermann Tholl, wurde ich mit offenen Armen empfangen. Karl Strehlen hat über Jahrzehnte die Geschicke des Ortes geleitet und war bei den Ingendorfern äußerst beliebt und bleibt unvergessen.

Im Hause Thiel-Koenen (Eifel-Premium Brennerei Gerhard Thiel) feierte Elvira Thiel ihren Geburtstag. Günther und ich wurden spontan zu einem Bier eingeladen. Da  der “Reisetag” beendet war, haben wir dieses Angebot nur allzu gerne angenommen, die Erfrischung tat echt gut! Nochmals herzlichen Glückwunsch, Elvira, und Merci fürs Bier.

Vielen Dank an Erwin Elsen, Gerd Zillien und Günther Bartz für ihre Begleitung und die vielen Hintergrundinformationen. Den Bürgerinnen und Bürgern von Birtlingen, Dockendorf und Ingendorf danke ich auch sehr herzlich für die guten Gespräche, den herzlichen Empfang und ihre Unterstützung.

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