Zum Abschluss des Festaktes anlässlich seiner Amtsübernahme ergriff der Bürgermeister das Wort:
“Liebe Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Bitburg-Land,
verehrte Frau Landtagsabgeordnete Fink, liebe Monika,
sehr geehrter Herr Landrat Dr. Streit, lieber Joachim,
sehr geehrte Damen und Herren des Verbandsgemeinderates und der Ausschüsse,
sehr verehrte Frau Ortsbürgermeisterin Penning, sehr geehrte Herren Ortsbürgermeister,
sehr geehrter Herr Leitender Polizeidirektor Schmitt,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Kurpiela, lieber Bruno,
sehr geehrter Herr Personalratsvorsitzender Otte, sehr geehrte Herren Abteilungsleiter,
sehr geehrte Gäste, Freunde, liebe Familie,auch von mir ein herzliches Willkommen in dem schönen “Rathaussaal” des Gasthauses Herrig in meinem Heimatort Meckel. Vielen Dank an alle Redner für ihre Worte, Gratulationen und guten Wünsche an diesem für mich sehr besonderen Tag. Ich danke der Familie Herrig für die Bereitstellung ihres schönen Saales und die geschmackvolle Dekoration. Herrn Ortsbürgermeister Johannes Junk danke ich für die Öffnung der Gemeindegrenzen. Die Parkplatzsituation muss sich allerdings noch verbessern.
Mein besonderer Dank gilt den Beigeordneten Gerd Zillien und Klaus Schnarrbach, die zusammen mit dem Büroleiter, Herrn Christof Müller, den Damen des Vorzimmers, Martina Schmitz und Ina Ewen, sowie Rudolf Schaal die heutige Feier organisiert und für den perfekten Ablauf gesorgt haben. Dankeschön an Sie alle. Sie haben das souverän gemeistert.
Dank sagen will ich aber auch den jungen Musikerinnen und Musikern des Musikvereins Idenheim unter der Leitung von Frau Daniela Konz. Liebe Daniela, ich habe mich sehr über deine spontane Zusage gefreut, der heutigen Feier mit euren Musikbeiträgen einen würdigen Rahmen zu geben.
Ganz besonders freut mich, dass meine große Familie unter Führung meiner Eltern diesen Ehrentag gemeinsam hier verbringen kann. Es sind alle da! Meinen Eltern danke ich für die Werte, die sie mir vermittelt haben. Meiner Frau Maria danke ich für die Hilfe und Rückendeckung, die sie mir während der Wahlkampagne gegeben hat. Danke an unseren Sohn Christian und meine Schwester Erna. Ihr beide habt die Wahlkampagne absolut professionell vorbereitet und durchgeführt.
Vielen Dank an die gesamte Familie und diejenigen, die mir vor, während und nach der Wahlkampagne mit Rat und Tat zur Seite standen und es auch weiter tun werden. Auch den Vertretern der Presse ein herzliches Willkommen und Danke für die kritische und faire Berichterstattung.
Danke aber vor allem den Wählerinnen und Wählern, dir mir ihr Vertrauen geschenkt und mir damit die Möglichkeit gegeben haben, heute dieses wichtige Amt zu übernehmen. Ich verspreche Ihnen, mich in den kommenden Jahren mit meiner ganzen Kraft der Aufgabe als Bürgermeister zu widmen. Ich will Vermittler, Zuarbeiter und Interessenverwalter von und für Bürger, Rat und Verwaltung sein. Dieses Versprechen gilt natürlich für alle Bürgerinnen und Bürger der VG Bitburg-Land – unabhängig davon, welcher Kandidat in der Wahlkabine ihr Favorit war.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land ist eine deutliche Zäsur im meinem Leben, die mir zu Herzen geht. Mir wurde eine große Verantwortung übertragen, die ich symbolisch mit dem Rathausschlüssel übernommen habe.
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Streit, lieber Joachim, es ist mir eine große Ehre, dass Sie bei meiner Ernennung anwesend sind und zu uns gesprochen haben. Sie haben gestern Ihr Amt als neuer Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm angetreten. Nochmals herzlichen Glückwunsch zum neuen Amt und das überwältigende Wahlergebnis mit dem es Ihnen von den Bürgerinnen und Bürgern des Eifelkreises anvertraut wurde. Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der VG Bitburg-Land und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Verbandsgemeinderates und der Ausschüsse, lieber Jürgen Holbach, Ihnen gilt mein besonderer Gruß, denn wir werden in den nächsten Jahren viel Zeit miteinander verbringen und dabei viele Beschlüsse im Sinne der Verbandsgemeinde zu fassen haben.
Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht viel von uns. Vor allem wollen sie eine ehrliche Politik zum Wohle der Gemeinschaft. Bei meinen Ortsbegehungen vor der Wahl habe ich erfahren, wie wichtig es ist, auf die Menschen zuzugehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen vorzutragen und zu erläutern. Sie erwarten nicht das Unmögliche, aber das Notwendige und Machbare sollte ohne großen politischen und bürokratischen Aufwand und Hickhack umgesetzt werden. Wobei Politik und Verwaltung für die Bürger da sein sollen – und nicht umgekehrt. Nur gemeinsam können wir es erreichen, dass die Menschen gern hier leben und wohnen und zu Recht stolz auf ihre Verbandsgemeinde sind.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung ist mein Ziel. Sie können sicher sein, dass ich alle Fraktionen frühzeitig und gleichermaßen über die Absichten der Verwaltung informieren werde. Ich wünsche mir sehr, dass wir bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben gemeinsam an einem Strang und alle in die gleiche Richtung ziehen. Parteipolitische Ideologien dürfen keine Rolle spielen.
Ich stehe jeder Fraktion, aber auch jedem Ratsmitglied persönlich zur Verfügung, wenn es darum geht, unsere Verbandsgemeinde nach vorn zu bringen. Konstruktiver Kritik stehe ich offen gegenüber und werde versuchen, jeden Vorschlag, der der Verbandsgemeinde weiterhilft, umzusetzen. In diesem Sinne freue ich mich auf unsere Zusammenarbeit.
An dieser Stelle möchte ich auch Herrn Verbandsbürgermeister Jürgen Backes, der leider heute nicht hier ist, für seine zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Bitburg-Land geleistete Arbeit danken. Die Wahlkampagne verlief außerordentlich fair und war frei von gegenseitigen persönlichen Angriffen, so wie wir es untereinander zu Beginn der Kampagne vereinbart hatten. Dafür habe ich Herrn Backes auch bereits persönlich und auch öffentlich im Trierischen Volksfreund gedankt.
Sehr verehrte Frau Ortsbürgermeisterin Penning, sehr geehrte Herren Ortsbürgermeister, die Verwaltung hat einen dienenden Charakter, sie ist nicht vorgesetzte Behörde der Ortsgemeinden. Sie hat nicht zu reglementieren und zu bevormunden sondern zu beraten und zu unterstützen. Die Verwaltung ist an Beschlüsse der Ortgemeinderäte und an Entscheidungen der Ortsbürgermeister gebunden. Ich war 15 Jahre Ortsbürgermeister in Idenheim und mir ist daher bestens geläufig, welche Erwartungen Sie an den Bürgermeister und die Verwaltung haben. Insoweit beziehe ich mich voll und ganz auf das eben Gesagte und muss an dieser Stelle keine weiteren Ausführungen machen.
Sehr geehrter Herr leitender Polizeidirektor Schmitt, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich war gerne und mit Stolz Polizist. Keinen Abschnitt in meinem Werdegang bei der Polizei möchte ich missen. Es war für mich eine schöne, lehrreiche und erfolgreiche Zeit. Deshalb beende ich diesen 39-jährigen Lebensabschnitt auch mit Wehmut. Meine Frau sagte oft, „du bist mehr mit deiner Dienststelle verheiratet als mit mir”. Eigentlich stimmt das ja auch, denn ich habe in den 39 Jahren mehr Zeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen verbracht, als mit meiner Frau und meiner Familie. Ich danke für das Vertrauen, das mir seitens der Leitung des Polizeipräsidiums Trier entgegengebracht wurde. In den mir anvertrauten Führungsfunktionen habe ich Vieles lernen können, was mir in meiner neuen Funktion sicherlich hilfreich ist.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich danke euch allen für die gute Zusammenarbeit und das hervorragende kollegiale Verhältnis, welches wir miteinander gepflegt haben. Einen Kollegen möchte ich persönlich ansprechen. Es ist der Vertreter der Polizeizone Eifel in St. Vith/Belgien, mein Freund Polizeihauptkommissar René Trost. Wenn Sie jetzt erwarten, dass ich ihn auf Französisch anspreche, muss ich Sie enttäuschen: „Eich kaan a platt mat hiem schwätzen. René, sching datt dou hei bass. Eich wenschen iers allen, datt daat sehr good Verhältnis zweschen da Polizeizone Eifel und da PI Priem sou wedder gefoahr get, wie daat bisher woar”
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kurpiela, lieber Bruno, liebe Gertrud, ihr hattet die weiteste Anreise und wir alle freuen uns, dass ihr gut bei uns angekommen seid. Herr Kurpiela ist der Bürgermeister unserer Partnergemeinde Klein Strehlitz in Oberschlesien und hat zusammen mit seiner Frau eine Autofahrt von genau 1000 Kilometern auf sich genommen, um heute hier bei uns zu sein. Seit 10 Jahren besteht nun offiziell die Partnerschaft mit Klein Strehlitz, die auf Initiative des damaligen Herrn Verbandsbürgermeisters Willi Heyen entstanden ist.
Willi Heyen ist heute auch unser Gast, was mich ganz besonders freut. Herzlich willkommen Herr Bürgermeister a.D. Willi Heyen. Es ist mir eine Ehre, dass du gekommen bist.
Bruno und Gertrud kennen wir schon seit 12 Jahren. Zwischen uns hat gleich zu Beginn der Partnerschaft „die Chemie gestimmt”. Heute sind unsere Familien mit einander befreundet. Aber nicht nur unsere Familien sondern viele Familien aus Oberschlesien und der Verbandsgemeinde Bitburg-Land. Unsere Partnerschaft ruht auf mehreren selbständig agierenden Säulen. So zum Beispiel der Schulpartnerschaft zwischen der Katholischen Realschule in Bitburg und dem Gymnasium in Klein Strehlitz, zwischen den Feuerwehren, den Angelvereinen der Eintracht DIST und Klein Strehlitz, den Musikvereinen Idenheim/Idesheim und Klein Strehlitz.
Lieber Bruno, du kannst dich darauf verlassen, dass die Partnerschaft von unserer Seite mit Herzblut fortgeführt und weiter ausgebaut wird.
Sehr verehrte Frau Bürgermeisterin Weinandy, sehr geehrte Bürgermeister der Nachbarschaft, zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Ihnen gibt es keine Alternative. Ich biete diese Zusammenarbeit an und bin sicher, dass es keine Einbahnstraße sein wird.
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Fink, sehr geehrte Vertreter der Behörden und Institutionen, die Kooperation mit unseren Abgeordneten hat für mich eine große Bedeutung. Sie können damit rechnen, dass wir unsere Anliegen offen und nachhaltig mit allen unseren Mandatsträgern erörtern werden. Eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Institutionen und Verbänden, mit den Kirchen und Behörden ist für eine erfolgreiche Entwicklung unseres Gemeinwesens unerlässlich. Ich werde gerne auf Ihre fachliche Unterstützung und Beratung zurückgreifen.
Lassen Sie mich, stellvertretend für alle, an dieser Stelle den Vertreter des Flugplatzes Spangdahlem begrüßen:
I would also like to welcome Colonel Kevin Anderson from Spangdahlem Air Base. As we know, there has always been a good relationship between the American Forces and the German community. In my former job as Chief of a German police station I can confirm the good cooperation with the Military authorities, which also resulted in many friendships. Until now I hold lasting contacts with Military police officers who were stationed here more than 20 years ago. As the mayor of the county of Bitburg I will assure that I will carry on the good relations.
Sehr geehrter Herr Personalratsvorsitzender Otte, sehr geehrte Herren Abteilungsleiter,
was die Belegschaft mit viel Fachwissen und Engagement angesichts einer dünnen Personaldecke leistet und auf die Beine stellt, kann sich wirklich sehen lassen. Das hält jedem Vergleich mit anderen Gemeinden stand. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Ihnen die Verbandsgemeinde Bitburg-Land weiterzuentwickeln! Ich sehe unserer Zusammenarbeit positiv entgegen und wünsche mir stets einen offenen Austausch. Meine Tür steht für Sie offen und ich will mir immer Zeit für Ihre Anliegen nehmen. Ihren Rat und Ihre Unterstützung werde ich schätzen und auch offene Kritik und Widersprüche wünsche ich mir.
Natürlich wird auch unsere Verwaltung recht bald vor Veränderungen stehen. Strukturen bleiben nicht mehr über Jahrzehnte hinweg wie sie sind. Die Dinge ändern sich schneller, als uns allen oft lieb ist. Wenn wir es schaffen, auch die notwendigen Veränderungen gemeinsam anzupacken und zu gestalten, dann ist das für uns auch eine große Entwicklungschance.
Der Bürgermeister in seiner Rolle als Dienstherr hat aber eine Fürsorge-pflicht gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie können sich darauf verlassen, dass diese verantwortungsvolle Pflicht bei mir höchste Priorität genießen wird.
Nun, zum Abschluss möchte ich Ihnen allen noch einige schöne Stunden hier in Meckel wünschen. Für das bevorstehende Weihnachtsfest und den Jahreswechsel hoffe ich, dass Sie eine besinnliche und ruhige Zeit haben werden. Ohne Stress und Hektik.
Ganz zum Schluss ein Goethe-Zitat, von dem ich glaube, dass es Ihnen nun aus der Seele sprechen wird:
„Der Worte sind genug gewechselt,
lasst mich auch endlich Taten seh‘n!”
Und in diesem Sinne will ich bald frisch ans Werk gehen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.”
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