Anlässlich der Amtseinführung von Bürgermeister Josef Junk sprach Jürgen Holbach für den Verbandsgemeindrat Bitburg-Land:
“Sehr geehrter Herr Landrat Streit,
Sehr geehrte Frau Junk, sehr geehrter Herr Bürgermeister Junk,
meine sehr verehrten Damen und Herren, Â
mir fällt heute die Ehre zu, angesichts der Ernennung von Josef Junk zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land das Grußwort des Verbandsgemeinderates zu sprechen. Ich tue dies gerne, verbindet mich doch zu Josef Junk bisher bereits eine langjährige berufliche Zusammenarbeit bei der Polizei des Landes Rheinland-Pfalz, wie aber auch ein langes Zusammenwirken auf der kommunalpolitischen Bühne hier in der Verbandsgemeinde.
Ein weiser Baron hat einmal gesagt: Es ist ganz egal, wer auf dem Karren sitzt, und wer den Karren zieht. Wichtig ist, dass jeder auf seinem Platz seine Pflicht erfüllt, sonst läuft der Karren nicht. Will heißen: Jeder ist wichtig. Alleine bewirkt man oftmals nichts, während man im Team wahrhaft oft Bäume ausreißen kann.Â
In der Polizei des Landes haben wir ein Leitbild entwickelt. Es legt fest, wie wir miteinander umgehen, dass wir dies kollegial tun, dass wir im Team arbeiten, uns gegenseitig respektieren, kooperativ führen und so zu einem Mehr an Motivation für unsere Arbeit kommen, was dann wieder den Bürgern zugute kommt, aber auch uns bei der täglichen Zusammenarbeit letztlich zufriedener macht. Ich möchte nicht sagen, dass wir in der Polizei dieses Leitbild bereits vollends umgesetzt haben, vielen Kollegen fällt es auch heute noch schwer, sich damit zu identifizieren, aber alleine der Versuch hilft schon weiter.Â
Warum sage ich das hier? Weil wir ab heute einen Bürgermeister haben, der dieses Leitbild kennt, und der es - bewusst oder unbewusst – auch bisher in seinem Berufsleben gelebt hat. Auch in der Kommunalpolitik könnte ein Leitbild sehr hilfreich sein. Auch in Konkurrenzsituationen ist sicher Kollegialität möglich, fairer Umgang miteinander, Arbeit im Team, wenn es darum geht, für die Menschen unserer Verbandsgemeinde das Beste zu erreichen. Über Parteigrenzen hinweg, und dann immer das im Blick, was unsere Verbandsgemeinde und die Menschen die hier wohnen weiter bringt.
Bürgermeister, Verwaltung und Rat gemeinsam für das Wohl unserer Dörfer in Bitburg-Land. Hierbei muss keinesfalls die politische Diskussion unterbleiben, hierbei darf durchaus erkennbar sein, wer für was steht, und wie er den besten Weg dafür sieht, aber am Ende muss dann die von allen respektierte Mehrheitsmeinung stehen, und dann sollte dieser Weg auch beschritten werden.Â
Demokratie ist ein hohes Gut. Wir sollten sie leben, wir sollten sie vorleben. Es gibt bereits viele Kräfte in unserer Gesellschaft die Morgenluft wittern, diese Gesellschaftsform ins Wanken bringen zu können. Man darf nicht die Augen davor verschließen, dass gerade diese Kräfte bereits beängstigende Erfolge bei Wahlen hatten. Sie nutzen die Demokratie aus, um sie dann zu unterhöhlen, denn ihre Ziele sind eben keine demokratischen Ziele. Die rückläufige Wahlbeteiligung zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht, auch, oder gerade auf der kommunalen Ebene. Hier sind wir alle gefragt. Wr können viel bewirken, ob in den Gemeinden, oder auch hier in der Verbandsgemeinde. Mit dem neuen Bürgermeister Josef Junk ist dies alles möglich.
Lieber Josef, Du wirst nunmehr dem VG- Rat vorsitzen. Du wirst eine Verwaltung führen. Du übernimmst dieses Amt in einer schwierigen Zeit. In einer Zeit wo irgendwie alles in Bewegung ist, wo wir heute nicht sagen können, wo wir in fünf Jahren stehen werden. Unser aller Aufgabe wird es sein, Bitburg-Land gut durch diese stürmische Zeit zu bringen. Jeder auf seinem Platz, mit Dir an der Spitze.Â
Im Namen des Verbandsgemeinderates sichere ich Dir allzeit die Unterstützung zu, die Du brauchen wirst, damit wir alle zusammen auch weiterhin erfolgreich für die Verbandsgemeinde und die hier lebenden Menschen arbeiten können.Â
Vielen Dank”
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